Flowery Field https://www.floweryfield.com Österreichs Beste Hanfstecklinge Wed, 08 Jun 2022 04:08:49 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.1 Neue Sorten – Herbst 2020 https://www.floweryfield.com/neue-sorten-herbst-2020%ef%bf%bc/ Wed, 08 Jun 2022 04:06:35 +0000 https://www.floweryfield.com/neue-sorten-herbst-2020%ef%bf%bc/

Ab August erweitern wir unser Sortiment um die folgenden Sorten:

Amnesia Cracker von Cracker Seeds
(Amnesia x NL5xHaze) (mostly sativa)

Franco’s Lemon Cheese von Green House Seeds
(Exodus Cheese x Super Lemon Haze) (60% Sativa/40% Indica)
Franco’s letzte beiden Selektionen, vereint zu einer Sorte würdig der Erinnerung an einen der bekanntesten Grower.

French Macaron von TH Seeds
(Gelato X French Cookies) (mostly Indica)
‚Best Indica‘ bei der 2017 Expo Grow in Irún.

Gorilla Zkittlez von Barney’s Farm
(Gorilla Glue #4 x Zkittlez) (mostly Indica)

Island Punch von Caliconnection
(Gorilla Glue #4 x Purple Punch Reversed) (45% Sativa / 55% Indica)

Kimbo Kush von Exotic Genetics
(Blackberry Kush x Starfighter)

Ethos Lemon OG Haze von Ethos Genetics
(Ethos OG X Super Lemon Haze)(mostly sativa)

Ethos Cookies von Ethos Genetics
(Mandarin Cookies X Colin OG)(hybrid)

Gorilla Glue
(Sour Dubb x Chem Sis)(mostly sativa)

Hulk Angry aka Bruce Banner
(OG Kush X Strawberry Diesel)(mostly sativa)

Chem OG von Ethos Rbx
(Chemdog X OG Kush)(hybrid)

Hitman OG von DNA Genetics
(OG Kush X Unknown)(mostly indica)

Gelato Sorbet von DNA Genetics
(Gelato X Sorbet)(70% indica, 30% sativa)

Strawberry Lemonade von Barneys
(Strawberry X Lemon OG)(40% indica, 60% sativa)

Unsere neuen Sorten könnt ihr ab dem Herbst wie üblich vorbestellen oder, wenn lagernd, gleich mitnehmen.

Bis dahin  haben wir natürlich weiterhin unser vielfältiges Sortiment in gewohnter Flowery Field Qualität für euch.

Euer Team von Flowery Field

 
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Studie: Breite Zustimmung zu Medizinalhanf https://www.floweryfield.com/studie-breite-zustimmung-zu-medizinalhanf/ Wed, 08 Jun 2022 04:06:33 +0000 https://www.floweryfield.com/studie-breite-zustimmung-zu-medizinalhanf/

In einer repräsentativen Befragung wurden 2017 erstmals Wissen und Einstellung der Bevölkerung zu Medizinalhanf erhoben. Fazit: Es gibt breite Zustimmung zu einer Legalisierung von Medizinalhanf, wenn Abgabe und Verschreibung in das Gesundheitssystem eingebunden werden. 

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Es gibt einen sehr guten Kenntnisstand unter der Bevölkerung, aber Nachholbedarf beim Informationsaustausch zwischen Patienten und Ärzten sowie Apothekern.
  • Vor allem die schmerzstillende und krampflösende Wirkung ist gut bekannt, gefolgt von Cannabis als Mittel gegen Depressionen sowie der entzündungshemmenden und appetitanregenden Wirkung.
  • Die Bereitschaft, Medizinalhanf zuzulassen, ist hoch – sofern Ärzte und Apotheken die Kontrollhoheit haben. 
  • Generelle Cannabis-Legalisierung, Eigenanbau zu medizinischen Zwecken und Kauf ohne Rezept in Hanfshops werden von der Bevölkerung strikt abgelehnt. 

Das Medieninteresse bei der Studienpräsentation am 26. September 2017 war enorm und zeigt, das Thema Medizinalhanf ist nicht nur bei der Bevölkerung angekommen, sondern ruft mittlerweile ein breites, mediales Interesse hervor. Kurier, Der Standard, die Presse, Wiener Zeitung, heute, Krone TV, Puls 4; Hanf Magazin (http://www.hanf-magazin.com/politik/oesterreich/oesterreich-weiss-es-und-will-es/) und die ORF Sendung „Mittag in Österreich“ haben ausführlich berichtet. 

„Die Bevölkerung ist überraschend gut über das Thema Medizinalhanf informiert – allerdings nur vier Prozent der Befragten durch Ärzte und Apotheker. Hier gibt es Gesprächsbedarf, denn die Bevölkerung ist klar dafür, dass medizinisches Cannabis nur unter ärztlicher Verschreibung und auf Rezept in Apotheken erhältlich sein soll“, sagt Studienautor Peter Hajek zu Beginn der Präsentation.

Der Meinungsforscher hat nun eine der wenigen repräsentativen Studien über Wissen und Einstellung der Bevölkerung zu Medizinalhanf vorgelegt. 1.000 Befragte ab 16 Jahren wurden in einem Methodenmix (Telefon und Online) zu ihrem Wissensstand und ihrer Einstellung befragt. Die maximale Schwankungsbreite beträgt +/- 3,1 Prozent, die Studie wurde von der Flowery Field GmbH (https://www.floweryfield.com) und der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (http://www.cannabismedizin.at) beauftragt.

Die wichtigsten Zahlen zum Wissensstand:

  • 77 Prozent der Befragten ist der Begriff medizinisches Cannabis bekannt, überdurchschnittlich bekannt ist Medizinalhanf bei Befragten mit Schmerzpatienten im persönlichen Umfeld (83 Prozent).
  • Bei der spontanen Assoziation (Mehrfachnennungen möglich) zum Thema Cannabis überwiegen mit 72 Prozent die Positivnennungen (medizinische Wirkung, Schmerzlinderung etc.), 24 Prozent sind neutral und 50 Prozent negativ (Droge, Sucht etc.).
  • Unter den bekannten Wirkungen von Medizinalhanf dominiert mit 86 Prozent schmerzstillend, gefolgt von krampflösend (62 Prozent), Mittel gegen Depressionen (48 Prozent), entzündungshemmend (43 Prozent) und appetitanregend (39 Prozent). Weniger bekannt ist die übelkeitshemmende Wirkung (24 Prozent).
  • Bei der spontanen Nennung, wie medizinisches Cannabis eingenommen werden kann, liegt die Verabreichungsform als Tropfen (39 Prozent) vor der rauchenden Einnahme (35 Prozent).


„Die gestützte Bekanntheit von Medizinalhanf ist hoch, rund drei Viertel können mit dem Begriff etwas anfangen. Interessant ist, dass bei der spontanen Assoziation die Positivnennungen deutlich überwiegen. Wir haben keine Vergleichsdaten, aber dieser Wert ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Cannabis in Österreich seit sechzig Jahren gesetzlich Heroin gleichgestellt und denselben Einschränkungen unterworfen ist“, sagt Hajek. 

Die wichtigsten Zahlen zur Einstellung:

  • 61 Prozent sprechen sich dafür aus, dass medizinisches Cannabis nur unter ärztlicher Verschreibung und Anwendung erhältlich sein soll.
  • 59 Prozent sind dafür, dass medizinisches Cannabis nur auf Rezept in Apotheken erhältlich sein soll.
  • Eindeutig fällt die Ablehnung einer generellen Legalisierung ab 21 Jahren aus (64 Prozent), eines Rechts auf Eigenanbau zu medizinischen Zwecken (68 Prozent) und von Medizinalhanf ohne Rezept in Hanfshops (73 Prozent).
  • Cannabisblüten auf Kassenkosten wie in Deutschland bejahen 40 Prozent unbedingt und 33 Prozent eher. Hohe Zustimmung gibt es bei Befragten mit Schmerzpatienten in ihrem persönlichen Umfeld (56 Prozent).
  • Der Anwendung von Cannabis in Alten- und Pflegeheimen wie etwa in Kalifornien stimmen 66 Prozent der Befragten zu. 
  • 55 Prozent der Befragten präferieren medizinisches Cannabis, sofern vom Arzt verschrieben, gegenüber klassischen Medikamenten (30 Prozent). Auch hier ist die Präferenz für Medizinalhanf unter Befragten mit Schmerzpatienten im persönlichen Umfeld mit 63 Prozent besonders hoch.


„Die Bereitschaft, Medizinalhanf zuzulassen, ist hoch – sofern Ärzte und Apotheken die Kontrollhoheit haben. Generelle Cannabis-Legalisierung, Eigenanbau zu medizinischen Zwecken und Kauf ohne Rezept in Hanfshops werden strikt abgelehnt. Hier ist die Bevölkerung sehr klar. Die Befragten trennen sehr strikt zwischen medizinischem Nutzen unter ärztlicher Anleitung und dem Übergang zum möglichen nichtmedizinischen Konsum unter dem Deckmantel Medizinalhanf“, so Hajek.

Auch die Erfahrung mit Medizinalhanf wurde erhoben. Innerhalb der Stichprobe gab es 22 Prozent chronische Schmerzpatienten (220 Befragte) und 17 Prozent, die Schmerzpatienten in ihrem Umfeld kennen. 

Die wichtigsten Zahlen zum Thema Erfahrung:

  • Knapp jeder zehnte Befragte hat Menschen in seinem Umfeld, die bereits unter ärztlicher Aufsicht mit medizinischem Cannabis behandelt wurden. 65 Prozent bezeichnen den Behandlungserfolg als sehr gut und 29 Prozent als eher gut.
  • 2 Prozent der Befragten, also hochgerechnet rund 60.000 bis 150.000 Menschen, haben in Österreich bereits medizinisches Cannabis eingenommen. 
  • Nur 4 Prozent der Befragten haben bisher Informationen über medizinisches Cannabis von Arzt oder Apotheker erhalten.


„Alles in allem besteht vonseiten der Bevölkerung ein hohes Involvement zum Thema Medizinalhanf. Es gibt einen sehr guten Kenntnisstand unter der Bevölkerung, aber Nachholbedarf beim Informationsaustausch zwischen Patienten und Ärzten sowie Apothekern“, sagt Hajek.

Bevölkerung weiter als Politik und Gesundheitsvertreter

An diesem Punkt hakt auch der Allgemeinmediziner und Gründer der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, Kurt Blaas, im Rahmen der Studienpräsentation ein: „Die Ergebnisse bestätigen meinen Eindruck im Gespräch mit Patienten. Als Arzt erlebe ich großes Interesse und gut informierte Patienten, die sich in unserem Gesundheitssystem nicht gut behandelt fühlen, denn die Informationsdefizite, gesetzlichen Hürden und bürokratischen Schikanen sind enorm.“ 

Cannabis ist im Suchtmittelgesetz geregelt. 

Die Rezepturen des Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) können von Fachärzten und Allgemeinmedizinern verschrieben werden und direkt als Privatrezept in der Apotheke eingelöst werden. Eine chefärztliche Genehmigung ist dann erforderlich, wenn die Kosten für das Medikament von den Krankenkassen getragen werden sollen. Dokumentiert werden muss, dass alle anderen konventionellen Therapien zu keiner Besserung geführt haben. Und das, obwohl durch klinische Studien bereits die Wirkung von THC als Schmerzmittel, Antiepileptikum und Appetitanreger sowie als onkologisches Präparat zur Krebsbegleittherapie belegt ist. 

Synthetisches Cannabisangebot dominiert

Aktuell stehen den Patienten in Österreich drei überwiegend synthetische Cannabinoid-Präparate zur Verfügung: Dronabinol (http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Dronabinol) als magistrale Zubereitung von pflanzlichem oder synthetisch hergestelltem THC; das synthetische Cannabinoid Nabilone (https://de.wikipedia.org/wiki/Nabilon); und Sativex (http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Cannabis-Mundspray), eine Mischung aus synthetischem THC und CBD. Diese Produkte sind aber nicht leistbar. Beim Cannabismedikament Dronabinol werden derzeit nur rund 20 bis 30 Prozent der Kosten von den Krankenkassen ersetzt – für viele Patienten unerschwinglich.

Natürliche Cannabinoide wirken besser

Das synthetische und halbsynthetische Angebot schränkt die ärztliche Wahlfreiheit ein, denn natürliche Cannabinoide in Form der Cannabisblüte sowie Extrakte daraus sind illegal. Synthetische Cannabinoide haben aber den Nachteil, dass darin alle anderen potenziell wirksamen Cannabinoide verloren gehen. In Studien wurde auch gezeigt, das natürliche Cannabinoide von den Patienten besser vertragen werden.

„Wir brauchen eine Gesetzgebung, die Patienten nicht länger kriminalisiert. So wie in Deutschland sollen auch in Österreich die Cannabisblüte sowie standardisierte pflanzliche Extrakte in der Apotheke erhältlich sein. Aber ohne Spießrutenlauf, sondern auf Rezept und unter ärztlicher Anwendung auf Kassenkosten. Schafft der Gesetzgeber kein qualitätsgeprüftes legales Angebot, springen Schwarzmarkt und Quacksalber ein“, sagt Blaas.

Lesch: Brauchen Aufklärung und klinische Studien

Für ein breiteres Angebot und eine neue Gesetzeslage spricht sich auch Otto Lesch, Professor und Facharzt an der Wiener Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie (https://psychiatrie.meduniwien.ac.at) sowie Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Suchtmedizin, aus. Er konnte in seinen Studien die These widerlegen, dass Cannabis eine Einstiegsdroge für härtere Drogen ist. Entgegen dem Vorurteil, löst Cannabis in medizinischem Gebrauch und in der vom Arzt vorgeschlagenen Dosierung auch praktisch keine Psychosen aus.

Fakt ist, dass nur Menschen mit einer Prädisposition zu psychischen Erkrankungen davon betroffen sein können. Wird Cannabis in therapeutischer Dosierung eingenommen, werden keine physiologischen Funktionen gestört oder Organe geschädigt. Der Suchtgiftexperte (https://www.youtube.com/watch?v=xLA9F6zzhe0) wünscht sich vor allem Information und Aufklärung auch unter der Ärzteschaft und plädiert für klinische Studien, um die medizinische Indikation der einzelnen Substanzen der Cannabispflanze zu erforschen.

„Die Cannabispflanze ist eine wahre Chemiefabrik – aber mit nur marginalen Nebenwirkungen. Sie ist kein Allheilmittel, aber potenziell dort sehr wirksam, wo konventionelle Therapien versagen, und eine echte Alternative zum Einsatz von Opiaten. Es liegt jetzt am Gesetzgeber, Hürden wie chefärztliche Genehmigung und Suchtgiftrezept zu beseitigen und Cannabis im Arzneimittelgesetz zu regeln. An einer Legalisierung von Medizinalhanf führt kein Weg vorbei“, sagt Lesch am Ende der Studienpräsentation.

Weitere repräsentative Studien sind geplant und werden in den nächsten Monaten publiziert und vorgestellt. Der Deutsche Hanfverband (https://hanfverband.de/nachrichten/pressemitteilungen/umfrage-mehrheit-fuer-entkriminalisierung-von-cannabiskonsumenten) hat ebenfalls im Herbst 2017 eine Umfrage veröffentlicht, die eine Zustimmung zu einem legalen Cannabishandel ergab.

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Speziellen Cannabiszüchtungen gehört die Zukunft https://www.floweryfield.com/speziellen-cannabiszuechtungen-gehoert-die-zukunft-2/ Wed, 08 Jun 2022 04:06:30 +0000 https://www.floweryfield.com/speziellen-cannabiszuechtungen-gehoert-die-zukunft-2/

Spezifische Sortenstämme der Cannabispflanze, sogenannte Strains, werden in eine optimale Wirkstoffgewinnung für die medizinische Anwendung garantieren. Das wird die Produktion und Anwendung von Cannabinoiden in der Medizin komplett verändern und für die Patienten revolutionieren. Was wirkt, wird in Zukunft gezüchtet.

  • Ärzte und Patienten wünschen sich etwas, das gut wirkt
  • Pharmafirmen wollen eine standardisierte Wirkstoffgewinnung und sterile Produktion
  • Die Medical Cannabis Research & Analysis GmbH klont und züchtet bereits Hanfpflanzen mit bestimmten Eigenschaften unter Hightech-Bedingungen.

Hanfpflanzen mit bestimmten Eigenschaften werden geklont und gezüchtet
Der gesamte Bereich der Produktion und Anwendung von Cannabinoiden in der Medizin verändert sich gerade rasant, und diesen Prozess möchte die Medical Cannabis Research & Analysis aktiv mitgestalten. Die Ausgangssituation ist derzeit folgende: Patienten und Ärzte wünschen sich etwas, das gut wirkt und gut vertragen wird. Pharmafirmen wünschen sich zudem eine optimale Wirkstoffgewinnung und maximalen Ertrag für die medizinische Produktion. Und genau das kann das Team der Flowery Field GmbH bereits durch eine spezifische Sortenentwicklung und sterile Produktion von Hanfpflanzen leisten. Aus dieser Motivation heraus wurde das chemische Labor von Alexander Kristen gemeinsam mit dem Chemiker und Toxikologen Univ.-Prof. Rainer Schmid gegründet. In Brunn am Gebirge bei Wien werden Hanfpflanzen mit bestimmten Eigenschaften unter Hightech-Bedingungen klonen und züchten.

Cannabissorten und Wirkungsweisen
Aber warum braucht es überhaupt spezifische Sortenstämme der Cannabispflanze, und welche Erfahrungswerte gibt es dazu? Jede Cannabissorte hat eine bestimmte Zusammensetzung von Cannabinoiden und Terpenen. Im Wesentlichen gibt es drei Sortenstämme, mit denen gekreuzt wird: Cannabis indica (https://de.wikipedia.org/wiki/Indischer_Hanf) eine kleine, buschige Pflanze mit einem relaxierenden und sedierenden Effekt, eingesetzt zum Beispiel bei Schlaflosigkeit, Muskelspasmen und Schmerzen. Cannabis sativa (https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf_(Art) ist eine große Pflanze mit langer Blütezeit, sie wirkt unter anderem antidepressiv und anregend, eingesetzt etwa bei ADHS, Depressionen und Ermüdungszuständen. Den dritten Sortenstamm bilden Hybride, Kreuzungen zwischen Cannabis sativa und indica. Derzeit versucht das Forschungsteam der Medical Cannabis Research & Analysis, die Vorteile von Cannabis sativa und indica in den Hybriden zu vereinigen. Das Wissen um die Unterschiede der Sortenstämme (https://sensiseeds.com/de/info/faq/was-ist-der-unterschied-zwischen-einer-indica-und-einer-sativa) und deren Wirkungsweisen ist dabei entscheidend. So werden etwa Indica-Strains mit starkem THC-Gehalt von Ärzten zur Behandlung von:

⦁ Muskelkrämpfen,
⦁ Appetitlosigkeit,
⦁ Tourette-Syndrom und
⦁ Schlafstörungen eingesetzt.

Erste CBD-Strains für medizinische Produktion
Die Erfahrungen der Patienten und laufende Studienergebnisse fließen in die Sortenentwicklung der Flowery Field ein. Durch langjährige Grundlagenforschung ist es Alexander Kristen gelungen, bestimmte Sortenstämme zu entwickeln und die Cannabispflanzen in vitro zu vermehren – ein unerlässlicher Faktor in der medizinischen Produktion.

„Es ist uns gelungen, mittels Kreuzung und Züchtung Hanfsorten zu entwickelt, die über einen bestimmten Wirkstoffgehalt verfügen und gleichzeitig absolut robust gegenüber äußeren Einflüssen und Schädlingen sind. Mit CBD 1 (1 % THC, 10 % CBD) und CBD 2 (0,1 % THC, 20 % CBD) haben wir bereits zwei erfolgreiche CBD-Strains gezüchtet. Unser in vitro Verfahren garantiert zudem, dass sich die Hanfpflanzen ohne Pestizide steril und virenfrei produzieren lassen. Dadurch kann das, aus den Blüten extrahierte CBD direkt als hochwertiger, standardisierter Rohstoff in die medizinische Produktion gehen.“
Geschäftsführer Alexander Kristen

Keine Experimente, sondern routinierte In-vitro-Produktion
Die Cannabispflanzen der Flowery Field werden standardisiert im Reagenzglas vermehrt und herangezogen. Dazu entnimmt man den Pflanzen ihre embryonalen Stammzellen (sogenannte Meristeme) und setzt sie in ein Reagenzglas, in dem ein Agrarsubtrat für die optimale Versorgung der Pflanzen sorgt. Gearbeitet wird unter sterilen Laborbedingungen, denn ein Erreger kann die ganze Produktion vernichten. Nach dem Einsetzen kommen die Meristeme in einen Wachstumsraum. Im Labor wachsen die Pflänzchen heran. Die In-vitro-Pflanzen brauchen weder Wasser noch Dünger. Je nach Sorte bleiben sie sechs Wochen im Glas, bevor die Nährstoffe aufgebraucht sind und sie herausgenommen werden. Die Pflanzen werden dann entweder abermals zerteilt und wachsen in neuen Gläsern weiter, oder sie werden aus dem Glas entfernt und zum Durchwurzeln in Steinwolle gesetzt.

Goldgräberstimmung am Cannabissektor
Derzeit herrscht auf dem Cannabissektor eine Goldgräberstimmung. Immer mehr Länder liberalisieren den Bereich Medizinalhanf und forcieren die Produktion für medizinische Zwecke. Doch die Standards sind hoch, Aufwand und erforderliches Know-how werden oft unterschätzt.

„Unsere Klonforschung und In-vitro-Vermehrung basiert auf jahrelanger Erfahrung in der Grundlagenforschung und vielen gescheiterten Versuchen in der Vergangenheit. Das Resultat heute sind genetisch verjüngte und robuste Pflanzen in stabiler, identer Qualität. Nachdem Cannabis in den 50er-Jahren verboten und stigmatisiert wurde, stehen die Zeichen jetzt auf eine Re-Medizinalisierung. Das ist zum Vorteil der Patienten und jener Unternehmen, die bereits viele Jahre in die Grundlagenforschung investiert haben.“
Geschäftsführer Alexander Kristen

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Cannabisblüte muss in die Medizin https://www.floweryfield.com/cannabisbluete-muss-in-die-medizin-2/ Wed, 08 Jun 2022 04:06:27 +0000 https://www.floweryfield.com/cannabisbluete-muss-in-die-medizin-2/

Der Allgemeinmediziner Kurt Blaas ist seit zwanzig Jahren auf Cannabismedizin spezialisiert. Wir haben mit ihm über die Gesetzeslage, Vorzeigeländer und die Vorzüge natürlicher Cannabinoide gesprochen.

Die wichtigsten Themen im Überblick:

  • Natürliche Cannabinoide wirken besser und breiter als chemische Substanzen.
  • Die Cannabisblüte besitzt rund 80 verschiedene Cannabinoide mit unterschiedlichsten Wirkungsspektren und lässt sich für therapeutische Zwecke einfach verwenden. Wird die Blüte erlaubt, können Apotheker unkompliziert und leistbar ein Extrakt herstellen.
  • Hanfsorten mit einer bestimmten Wirkstoffzusammensetzung können heute standardisiert gezüchtet, aufgezogen und vermehrt werden. Damit ist es problemlos möglich, daraus ein Extrakt herzustellen, das sich sehr genau einsetzen und dosieren lässt.
  • Vorzeigelänger im Umgang mit Medizinalhanf sind die Niederlande und Kanada.


Sie setzen seit rund 20 Jahren auf Cannabis in der Medizin. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Meine Patienten möchten etwas, das gut wirkt und keine Nebenwirkungen hat. Durch eine genaue Auslese der Cannabissubstanzen und unter medizinischer Anleitung ist das heute problemlos möglich. Gerade natürliche Cannabissubstanzen lassen sich viel besser einsetzen als chemische Substanzen. Tees und Tropfen aus natürlichen Cannabissubstanzen sind sehr gut verträglich und einfach in der Anwendung, gerade bei älteren und chronischen Patienten. Wir haben ein eigenes Cannabinoidsystem im Körper, das sehr gut auf die natürlichen Cannabinoide abgestellt ist. Natürliche Cannabinoide wirken besser und breiter.

Worin liegt der Vorteil bei der ärztlichen Anwendung natürlicher Cannabinoide?
Eine natürliche Substanz ist dem menschlichen Körper und seinen biologischen Abläufen näher als eine rein chemisch produzierte Substanz. In Studien mit rein synthetischen Cannabinoiden wurde zudem gezeigt, dass Nebenwirkungen auftreten können, die bei natürlichen Cannabinoiden nicht auftreten.

Warum wird natürliches Cannabis zur medizinischen Behandlung in Österreich nicht legalisiert?
In erster Linie wegen der Single Convention (UN-Konvention gegen narkotische Drogen) aus den 70er-Jahren, die von der WHO eingeführt wurde. Sie besagt, dass Cannabis als Pflanze weder im Freizeit- noch im medizinischen Bereich angewendet werden darf. Der Suchtkontrollrat der UNO (International Narcotics Control Board) beeinflusst die Gesetzgebung der nationalen Regierungen. Der österreichische Gesetzgeber glaubt hier, alles richtig zu machen, und will korrekt sein, zum Nachteil von Forschung und Patienten. Cannabinoide sind keine Heilsbringer, aber sie wirken sehr oft ausgezeichnet, und dass ohne belastende Nebenwirkungen. Diesen Umstand negiert der Gesetzgeber.

Wie groß schätzen Sie die Nachfrage nach Cannabismedikamenten?
Derzeit werden in Österreich ungefähr 7.000 bis 10.000 Menschen mit Cannabinoiden behandelt. Die Nachfrage steigt gewaltig, und ich schätze die Zahl jener Patienten, die sich für diese Medizin interessieren, auf 25.000 Menschen. Der Bedarf ist enorm, was fehlt, sind ein neuer gesetzlicher Rahmen und ein leistbares Angebot.

Das in Deutschland hergestellte Dronabinol aus natürlichem THC ist für viele Patienten unerschwinglich. Was macht Dronabinol so teuer?
Der aufwendige Herstellungsprozess und die umständliche Produktions- und Lieferkette. Für die Herstellung muss Tetrahydrocannabinol (THC) aus dem Hanf extrahiert werden, die Extraktion unterliegt wiederum einem Reinigungsprozess. Das Qualitätsprodukt wird durch die vielen chemischen Reinigungsschritte so teuer. Hinzu kommt der Umstand, dass Zwischenhändler das Produkt durch ihre Arbeitsschritte zusätzlich verteuern.

THC hat etwa bei Dronabinol wie alle Monosubstanzen den Nachteil, dass alle anderen potenziell wirksamen Cannabinoide nicht zur Anwendung und Wirkung kommen. Brauchen wir die ganze Blüte in der Medizin?
Ja, wir brauchen die Blüte unbedingt als Rohmaterial, um daraus standardisierte Extrakte mit normierten Werten zu produzieren. Die Cannabisblüte besitzt rund 80 verschiedene Cannabinoide und 500 Inhaltsstoffe mit unterschiedlichsten Wirkungsspektren und lässt sich für therapeutische Zwecke einfach verwenden, sei es in Form von Tropfen, Tees oder als Cannabisbutter. Vernünftig ist auch das Vaporisieren, das Verdampfen und Inhalieren. Rauchen lehne ich ab, weil dadurch Verbrennungsprodukte entstehen, die früher oder später die Lunge angreifen. Wird die Blüte erlaubt, können Apotheker unkompliziert und leistbar ein Extrakt herstellen. Hanfsorten mit einer bestimmten Wirkstoffzusammensetzung können heute standardisiert gezüchtet, aufgezogen und gezielt vermehrt werden. Damit ist es problemlos möglich, daraus ein Extrakt herzustellen, das ich als Arzt sehr genau einsetzen und dosieren kann.

Welche Länder haben aus Ihrer Sicht das Thema Medizinalhanf bisher am besten gelöst?
Ein Vorzeigeland in Europa sind die Niederlande, wo hochqualifiziertes medizinales Cannabis gezogen und in den Apotheken in auf Qualität kontrollierter Form abgegeben wird. Viele Ärzte sind dort in der Anwendung und Dosierung geübt und haben längst gelernt, den Verdampfer für medizinische Zwecke einzusetzen. In Übersee zeichnet sich Kanada durch die Anwendung verschiedener medizinaler Hanfsorten aus. Der Staat betreibt Aufklärung, und tausende Mediziner haben diese Art von Medizin verstanden und geben das, begleitet durch wissenschaftliche Kontrollprogramme, an ihre Patienten weiter.

Was sind die gängigsten Vorurteile gegenüber Cannabis in der Medizin?
Dass Cannabis der Bevölkerung als Einstiegsdroge dient, abhängig macht und in kurzer Zeit die Psyche des Konsumenten verändert. Hier fehlt es an Aufklärung. Fakt ist, dass man längst weiß, dass nur Menschen mit einer Prädisposition zu psychischen Erkrankungen davon betroffen sein können. Wird Cannabis in therapeutischer Dosierung eingenommen, werden keine physiologischen Funktionen gestört oder Organe geschädigt.

Warum ist das Interesse der Pharmakonzerne an Medikamenten mit Cannabinoiden so gering?
Das sehe ich nicht so. Gerade die Debatte und der Verkauf von Cannabidiol zeigen ja, dass es bereits sehr viele, wenn auch kleine, Anbieter gibt, die dieses Medikament in Umlauf bringen. Große Pharmafirmen wie Bionorica und GW Pharmaceuticals wollen mit ihren Produkten auf dem Weltmarkt reüssieren. Letztlich ist das für viele Firmen eine Frage der Wirtschaftlichkeit: Rechnen sich großangelegte Studien zur Produktion von Fertigarzneimitteln aus Cannabinoiden oder nicht?

Welche Gesetzesänderung wünschen Sie sich für Ihre Patienten?
Die Gesetze müssen dahingehend geändert werden, dass im medizinischen Bereich die Zulassung aller Cannabisprodukte – seien sie synthetisch oder natürlich – für Patienten möglich ist. Sehr lohnend wäre etwa Medizinalhanf in der Geriatrie. Aus vielen Studien ist bekannt, dass ältere Menschen von der Wirkung der Cannabisprodukte ungemein profitieren können, etwa in Form von besserer Schlafqualität, Reduktion der Altersdepression, Schmerzlinderung oder Appetitsteigerung und Gewichtszunahme. Cannabisprodukte könnten nach einer Legalisierung und Liberalisierung in Österreich leistbar und vor allem einfach in der Anwendung sein. Genau das wird aber durch die jetzige Gesetzeslage verhindert.

Warum werden Cannabismedikamente von Ärzten noch so spärlich angewendet?
Da liegt zum einen an der jetzigen Ausbildung – im gesamten Medizinstudium wird das Thema Cannabinoide und deren medizinische Anwendungsmöglichkeiten nicht behandelt –, zum anderen sind viele Kollegen schlecht informiert und daher gegenüber einer Therapie sehr voreingenommen. Gerade auf dem Land haben Ärzte trotz guter Erfahrungen mit Dronabinol die Sorge, als „Drogenarzt“ verunglimpft zu werden. Hier braucht es viel Aufklärung und Patienten, die nachfragen und auf eine Veränderung pochen.

Infokasten
Dr. med. univ. Kurt Blaas (58) ist als Allgemeinmediziner und als praktischer Arzt seit 1998 auf Cannabismedizin spezialisiert. Der praktische Arzt behandelt seit zwanzig Jahren in seiner Wiener Praxis Patienten mit synthetischen und natürlichen Cannabinoiden und gilt als Pionier in der Cannabismedizin. Kurt Blaas hat gemeinsam mit dem Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Thomas Herrmann-Meng, die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin gegründet und ist deren Obmann. Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (http://www.cannabismedizin.at/ueber-verein) setzt sich dafür ein, dass Cannabis und Cannabisprodukte im Rahmen eines medizinisch begründbaren Bedarfes und nach ärztlicher Verschreibung mit einem einfachen Rezept in jeder Apotheke bezogen werden können. Der Verein plädiert zudem dafür, dass Betroffene oder deren Betreuungspersonen mit entsprechender medizinischer Bescheinigung medizinischen Hanf anbauen, ernten, besitzen und konsumieren dürfen.

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Schmid: „Cannabis-Liberalisierung fördert Aufklärung und lässt Prävalenzzahlen bei Jugendlichen sinken“ https://www.floweryfield.com/schmid-cannabis-liberalisierung-foerdert-aufklaerung-und-laesst-praevalenzzahlen-bei-jugendlichen-sinken-2/ Wed, 08 Jun 2022 04:06:24 +0000 https://www.floweryfield.com/schmid-cannabis-liberalisierung-foerdert-aufklaerung-und-laesst-praevalenzzahlen-bei-jugendlichen-sinken-2/

Schmid: „Cannabis-Liberalisierung fördert Aufklärung und lässt Prävalenzzahlen bei Jugendlichen sinken“
Der Chemiker und Toxikologe Univ.-Prof. Dr. Rainer Schmid leitete die Abteilung Toxikologie und Medikamentenanalytik am AKH Wien, war Mitglied der Nationalen Anti Doping Agentur (https://kurier.at/sport/neue-rechtskommission-der-nada-steht/788.324) und ist in der Drogenprävention der Stadt Wien tätig (https://checkit.wien/uber-uns/check-it-team/). Seit 2017 ist Prof. Schmid wissenschaftlicher Leiter bei Flowery Field. Wir haben mit Schmid über:

⦁ die Hürden der Cannabisforschung,
⦁ vorliegende Ergebnisse klinischer Studien und
⦁ den Effekt der Cannabis-Liberalisierung ab 21. Jahren in Colorado gesprochen.

In den letzten Jahren wurde etwa von der deutschen Techniker Krankenkasse (TK) die unzureichende Studienlage zu Cannabis kritisiert. Wie beurteilen Sie die Datenlage?
Der Vorwurf fehlender klinischer Studien ist daher absurd. Durch die rigide Formulierung der UN-Drogenkonventionen wurde Cannabis stigmatisiert und denselben Einschränkungen wie Heroin unterworfen. Cannabis wurde als verbotene Pflanze der medizinische Nutzen abgesprochen. Es war bis auf wenige Ausnahmen bis vor kurzem weltweit gar nicht möglich, Cannabis offiziell und systematisch in einer bestimmten Sortenvielfalt nach wissenschaftlichen Kriterien zu züchten und für Forschung und Medizin zur Verfügung zu stellen! Besonders ärgerlich ist aber, dass der Bericht eine unzureichende Studienlage bei bestimmten Indikationen mit einer mangelnden Wirksamkeit verwechselt. Dem stehen etwa zahlreiche positive Erfahrungsberichte von Ärzten und Patienten gegenüber. Wenn klinische Studien bei einer bestimmten Indikation bisher nicht durchgeführt wurden, bedeutet das nicht, dass Cannabis dabei unwirksam ist.

Was macht klinische Studien zur Wirksamkeit der Arzneidroge Herba Cannabis so schwierig?
Es war bis etwa vor einem Jahr in den USA nach nationaler Gesetzeslage verboten, für wissenschaftliche Studien eine andere Cannabissorte einzusetzen, außer jener, die gerade zufällig von einer amerikanischen Süd-Staaten-Universität bereitgestellt werden durfte. Die Wirkstoffzusammensetzung der Cannabispflanze variiert aber ganz erheblich je nach Sorte. Sorten mit einem hohen Wert an Tetrahydrocannabinol (THC) werden in der Medizin ganz anders eingesetzt als Sorten mit wenig THC und einem hohen Anteil an Cannabidiol (CBD). Man kann die Wirkstoffe einer Heilpflanze nicht in das Untersuchungsschema von synthetischen Monosubstanzen pressen.

Wie sehen Sie hier die weitere Entwicklung?
Einige Cannabinoide können bereits extrahiert und in gereinigter Form hergestellt werden, das erleichtert wiederum Forschung und Anwendung. Durch klinische Studien belegt ist die Wirkung als Schmerzmittel, Antiepileptikum, Appetitanreger und als onkologisches Präparat zur Krebsbegleittherapie. Man kann sich vorstellen, wie der heutige Wissenstand in der pharmakologischen Forschung aussehen würde, hätten für Herba Cannabis ähnliche Bedingungen wie für die medizinische Anwendung vergleichbarer Heilpflanzen gegolten. Fest steht, wir brauchen noch mehr klinische Studien, um die medizinische Indikation der einzelnen Substanzen der Cannabispflanze zu erforschen. Dazu werden jetzt trotz erschwerter gesetzlicher Bedingungen weltweit laufende neue Studien injiziert.

Ein oft erhobener Vorwurf lautet: Cannabis löst Psychosen aus.
Fakt ist, dass nur Menschen mit einer Prädisposition zu psychischen Erkrankungen davon betroffen sein können. Wird Cannabis in therapeutischer Dosierung eingenommen, werden keine physiologischen Funktionen gestört oder Organe geschädigt.

Gibt es eine Zunahme an Cannabis assoziierte psychische Probleme bei Jugendlichen?
Dazu liegen keine eindeutigen epidemiologischen Daten vor. Soviel ich aus der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychologie des AKH erfahren habe, gibt es eine Zunahme bei Cannabis assoziierten psychischen Probleme bei Jugendlichen in Form von Angststörungen, Panikattacken und psychotischen Ereignissen. Das Problem ist aber, dass dazu keine statistischen Zahlen vorliegen. Die Zunahme dürfte aber primär auf die höhere Konsum-Prävalenz und das potentere Cannabis zurückzuführen sein, sprich dass sehr THC-haltige Cannabisorten im Umlauf sind, die in einer sehr hohen Dosierung ohne Maß und Ziel konsumiert werden.

Blicken wir in die USA. Dort haben Washington DC und Colorado 2014 Cannabis ab 21. Jahren legalisiert  inzwischen sind weitere Bundesstaaten hinzugekommen. Gibt es dazu bereits Daten?
Die Legalisierung löste in Colorado sogar sinkende Prävalenzzahlen bei Jugendlichen aus. Mir wurde bisher von keinem Experten bestätigt, dass es eine Zunahme an Cannabis assoziierten Schizophrenien gibt. Eine eindeutige Kausalität von einer Zunahme an Schizophrenien durch Cannabis existiert nicht – auch wenn regelmäßig das Gegenteil behauptet wird. Gäbe es eine wissenschaftlich belegte Zunahme, gäbe es auch keinen weltweiten Legalisierungstrend.

Ist die jetzige Cannabis-Drogenpolitik gescheitert?
Aus Sicht zahlreicher Richter, Kriminalbeamter und Suchtmittelexperten ist das Cannabisverbot gescheitert, der erwünschte Erfolg blieb aus. Etwa 30 Prozent der Österreicher konsumieren in ihrem Leben Cannabis – trotz Verbots. Neugierde ist der wichtigste Faktor, Substanzen auszuprobieren. Die Illegalisierung bewirkt eine Tabuisierung. Beispiel: In Holland konsumieren weniger Jugendliche Cannabis als in Deutschland. Schlüsselfaktor ist ein sachlicher Umgang mit Cannabis. Kanada hat Cannabis für Erwachsene komplett legalisiert und zugleich den Jugendschutz verschärft. Die Niederlande, Tschechien und Portugal haben mit einer Entkriminalisierung von Drogen gute Erfahrungen gemacht. Aufklärung und ein sachlicher Umgang mit Cannabis sind hier Schlüsselfaktoren, während die Illegalisierung und eine Verbotspolitik nur eine Tabuisierung bewirkt.

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Brenneisen: „CBD stand im Schatten von THC“ https://www.floweryfield.com/brenneisen-cbd-stand-im-schatten-von-thc-2/ Wed, 08 Jun 2022 04:06:22 +0000 https://www.floweryfield.com/brenneisen-cbd-stand-im-schatten-von-thc-2/

Das legale Gras Cannabidiol (CBD) beschert Verkäufern Rekordgewinne und der Polizei Frustration. Was hat diesen CBD-Boom ausgelöst, und mit welchen Risiken ist er derzeit verbunden? Darüber haben wir mit dem Schweizer Cannabisforscher Prof. Rudolf Brenneisen gesprochen. Brenneisen arbeitete als externer Chemiker und Analyst für die US-Drogenbehörde DEA und war von 1998 bis 2014 Forschungsgruppenleiter im Departement Klinische Forschung an der Universität Bern.
Die wichtigsten Themen im Überblick:

  • Die Einsatzgebiete von CBD und therapeutischen Wirkungsweisen
  • CBD wurde als unwirksam diskriminiert – erst In-vitro-Studien brachten das therapeutische Potenzial von CBD zum Vorschein
  • CBD und Epilepsie: Die Resultate der letzten Epilepsiestudie von GW Pharmaceuticals sind so erfolgversprechend, dass in den USA eine Zulassung als Medikament bevorsteht
  • CBD sollte ein anerkannter Wirkstoff und apothekenpflichtig sein

Cannabidiol erlebt momentan einen Boom. CBD werden therapeutische Wirkungen gegen Epilepsie, Angststörungen, Schlafstörungen, Übelkeit, Psychose, Depression und laut Laborversuchen sogar gegen Krebs nachgesagt. Was lässt sich derzeit gesichert sagen?
Nach den Daten von Swissmedic kommen als mögliche therapeutische Wirkungen antioxidative, antiinflammatorische, antikonvulsive, antiemetische, anxiolytische, hypnotische und antipsychotische Effekte in Betracht. Nach Einschätzung von Dr. Franjo Grotenhermen (Franjo Grotenhermen, Klaus Häußermann: Cannabis. Verordnungshilfe für Ärzte, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2017, Anm.) kommen folgende Einsatzgebiete infrage:

  • Epilepsie, insbesondere Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom
  • Angststörungen
  • Depressionen
  • schizophrene Psychosen
  • Entzündungen und entzündlich bedingte Schmerzen
  • Bewegungsstörungen wie Dystonie und Dyskinesien
  • Übelkeit und Erbrechen


Allerdings liegen derzeit nur wenige kontrollierte Studien vor. Der Cannabisforscher und Pharmazeut Prof. Raphael Mechoulam, der Entdecker des Endocannabinoid-Systems des Nervensystems, hat aber bereits Fakten einer In-vitro-Studie aufgelistet, die die neuroprotektive Wirkung von CBD bei zerebraler Ischämie, Typ-1-Diabetes, Angst, rheumatoider Arthritis sowie bei Krebs zeigen. Seine Kollegin Dr. Teresa Iuvone hat das therapeutische Potenzial von CBD bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, multipler Sklerose und Parkinson betont, mit dem Vorteil des Fehlens psychotroper Nebenwirkungen.

Bei welcher Indikation sehen Sie derzeit das größte Potenzial für Cannabidiol – und ist der aktuelle Hype klinisch gerechtfertigt?
Das aggressive und falsche Patientenhoffnungen schürende Bewerben und Vermarkten von CBD als Medikament unter dem Deckmantel “Nahrungsergänzungsmittel” oder “Lifestyle-Droge” ist unseriös. Vielen Aussagen fehlt dabei die wissenschaftliche Basis. Auch wissenschaftlich ungenügend evaluierte positive Patientenerfahrungsberichte sind hier problematisch und verzerren das Bild. Aber: Diese Patientenerfahrungen dürfen nicht ignoriert werden und sollten ein Anstoß für entsprechende klinische Studien sein. Die Hürden sind allerdings Finanzierung und Forschungskooperationen. Nach meiner Einschätzung hat CBD als Nischenplayer dort eine Chance, wo etablierte Medikamente versagen.

GW Pharmaceuticals hat in klinischen Studien mit Kindern positive Ergebnisse von Medikamenten auf Basis von CBD-Extrakten gezeigt. CBD hatte eine positive Wirkung auf bestimmte Formen von Epilepsie wie das Dravet-Syndrom und das Lennox-Gastaut-Syndrom. Wurden die Leistungen von CBD unterschätzt?
Ja, denn CBD ist bis vor wenigen Jahren noch im Schatten des Wirkstoffs THC gestanden und als pharmakologisch unwirksames Faserhanf-Hauptcannabinoid diskriminiert worden. Erst In-vitro-Studien haben die hochkomplexe Pharmakologie und das verkannte therapeutische Potenzial von CBD zum Vorschein gebracht. Mitverantwortlich waren natürlich die berührende Charlotte-Story  wie auch der weltweite Medien- und Internetrummel betreffend das Rick-Simpson-Öl.

Weder in der Schweiz noch in einem anderen Land mit vergleichbarer Arzneimittelkontrolle ist ein Monopräparat mit reinem CBD zugelassen. Mit welchen Risiken sind CBD-Produkte verbunden?
Die physische und psychische Toxizität des CBD ist nach bisherigen klinischen Erfahrungen und pharmakologischem Kenntnisstand sehr gering. Die FDA, die strengste Arzneimittelbehörde der Welt, hätte sonst die Studie von GW Pharmaceuticals nicht in einem beschleunigten Bewilligungsverfahren quasi durchgewunken. Dafür sprechen auch kaum beobachtete Nebenwirkungen, und das selbst in sehr hohen therapeutischen Dosen im Grammbereich.

In Deutschland ist CBD ein anerkannter Wirkstoff und apothekenpflichtig. Wäre diese Regelung auch für andere Länder empfehlenswert, und wie ist die Situation in der Schweiz?
In der Schweiz ist seit 2017, nicht zuletzt wegen des CBD-Hypes, die Verwendung von CBD als Monosubstanz in Magistralrezepturen oder Formula-Arzneimitteln nicht mehr möglich. Die bisherige Abgabemöglichkeit über Apotheken wurde zurückgenommen – das halte ich allerdings für einen Fehler und eine Überreaktion der Behörden auf den CBD-Hype. Eine Anpassung an die deutsche Gesetzessituation wäre vor allem für jene Patienten sinnvoll, denen der Zugang zur CBD-Magistralrezeptur vorläufig verwehrt ist.

CBD-Blüten sind teuer, weil die jahrelange Entwicklung dahinter aufwendig ist. Hohe Investitionskosten sind notwendig, um genetisch stabile Pflanzen mit großen Blüten, hohem CBD- und tiefem THC-Gehalt zu entwickeln. Werden am Ende viele Produzenten von der jetzigen „Goldgräberstimmung“ enttäuscht sein?
Auch nach dem vorläufigen Verbot von CBD als Medikament bestehen weiterhin ertragreiche Vermarktungsmöglichkeiten, etwa in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, Nahrungsmitteln, Kosmetika, Pflegeprodukten, Tabakersatzprodukten wie Liquids für E-Zigaretten sowie Duftölen. Conditio sine qua non ist allerdings die Qualitätssicherung durch Produzent und Supplier. In der Schweiz ist zudem laut Betäubungsmittelgesetz der Verkauf von CBD-reichem und THC-armem, also ca. ein Prozent Gesamt-THC enthaltendem Cannabis erlaubt und wird umsatzmäßig dominierend sein.

ℹ  Infokasten 

In den Hanfsorten Cannabis sativa und Cannabis indica finden sich über 80 sogenannte Cannabinoide. Einer dieser Wirkstoffe ist Cannabidiol, kurz CBD. Im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol (THC) wirkt CBD nicht psychoaktiv und euphorisierend, sondern beruhigend.
Während legales Cannabis einen CBD-Gehalt von 10 bis 20 Prozent aufweist und einen Rest-THC-Gehalt von 0,3 bis 0,7 Prozent, liegt der THC-Gehalt von berauschendem Marihuana bei 10 bis 15 Prozent. Anders als CBD ist THC eine psychoaktive Substanz und stellt den rauschbewirkenden Bestandteil der Hanfpflanze dar. THC aktiviert vor allem spezifische Bindungsstellen auf Körperzellen, den sogenannten Cannabinoidrezeptoren. Zur Wirkung von THC liegen bereits valide klinische Daten vor, zu CBD wird derzeit intensiv geforscht.

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Cannabis am Steuer https://www.floweryfield.com/cannabis-am-steuer-2/ Wed, 08 Jun 2022 04:06:19 +0000 https://www.floweryfield.com/cannabis-am-steuer-2/

In Österreich ist eine Zunahme an Führerscheinentzügen wegen Cannabis zu verzeichnen. Während die Wirkdauer von Cannabis in der Regel nur wenige Stunden beträgt, ist Cannabis in Harn und Blut wesentlich länger nachweisbar. Das bedeutet für einen Patienten oder Freizeitkonsumenten, dass er im Falle eines positiven Vortests (etwa durch Harn- oder Speicheltest) de facto immer schlechte Karten hat. Selbst wenn sich dann nur geringste Spuren von aktivem THC im Blut befinden, hat der Betroffene kaum Chancen zu beweisen, dass er NICHT beeinträchtigt war. Wir haben mit dem Chemiker Univ.-Prof. Dr. Rainer Schmid über zulässige Grenzwerte und effiziente Mittel der Schadensminimierung gesprochen. Schmid leitete die Abteilung Toxikologie und Medikamentenanalytik am AKH Wien und war in der Drogenprävention tätig. Seit 2017 ist er wissenschaftlicher Leiter der Flowery Field GmbH.

Die wichtigsten Themen im Überblick:

  • Gelegentliche Cannabiskonsumenten sind ihren Führerschein schneller los als alkoholisierte Autofahrer. Ein Nanogramm THC im Blut reicht in Deutschland für den Entzug der Fahrerlaubnis, in der Schweiz reichen drei Nanogramm THC im Blut.
  • In Österreich herrscht überhaupt null Toleranz. Sobald Spuren von THC im Blut nachweisbar sind, gilt das Verschuldensprinzip: Man wird bereits durch den Konsum einer illegalen Droge straffällig.
  • Vergleicht man den Grad der Beeinträchtigung durch THC mit jenem durch Alkohol, wird ein Wert von fünf Nanogramm THC im Blut mit einer Beeinträchtigung von 0,5 bis 0,8 Promille Alkohol im Blut gleichgesetzt.
  • US-Bundesstaaten wie Colorado orientieren sich bereits an der medizinisch-pharmakologischen Evidenz. Dort wurde ein Wert von fünf Nanogramm THC im Blut als Grenzwert für eine Beeinträchtigung festgelegt.


Wie lange ist die statistische Wirkung von Cannabis nachweisbar, und welche Schlüsse leiten sich daraus für eine tatsächliche Beeinträchtigung ab?

Wie lange man nach dem Cannabiskonsum beeinträchtigt ist, hängt von der Ausgangsmenge, der Cannabissorte und der Dauer des akuten Konsums ab. Im Durchschnitt sollte es nach sechs bis acht Stunden bei mittlerer Konsumdosis vorbei sein. Dazu gibt es inzwischen eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen. Anders ist die Situation bei chronischem Cannabiskonsum zu bewerten. Bei regelmäßigem Cannabiskonsum akkumuliert das THC im Körper, das bedeutet, der Wirkstoff wird nicht so schnell ausgeschieden und verursacht eine längere Wirkung. Grundsätzlich verändert jede psychoaktive Substanz wie Cannabis und Alkohol die Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsfähigkeit. Es steht völlig außer Frage, dass man nach akutem Konsum, insbesondere bei chronischem Cannabiskonsum, nichts hinter dem Steuer verloren hat.

Wie lässt sich das Ausmaß einer Beeinträchtigung seriös abschätzen?
Das können geschulte Ärzte und Psychologen, so wie in der Straßenverkehrsordnung geregelt, durch psychologische Reaktionstests abschätzen. Darüber hinaus wird die Menge von THC im Blut analysiert. Hier geht man von der Annahme aus, dass jede Wirksubstanz nur dann eine akute pharmakologische Wirkung ausüben kann, solange sie sich noch im Körper befindet und im zirkulierenden Blut nachweisbar ist. Mehrere Studien haben bereits den Zusammenhang zwischen akuter Menge von THC im Blut und einer Beeinträchtigung untersucht. Seriöse Studien kommen immer wieder auf einen Wert von circa vier bis sechs Nanogramm THC im Blut, ab dem die psychoaktive, beeinträchtigende Wirkung von Cannabis statistisch nachweisbar ist.

Ab welchem Blutspiegel lässt sich keine Beeinträchtigung mehr feststellen?
Unter einem Blutspiegel von zwei bis drei Nanogramm THC im Blut lassen sich keine statistisch signifikanten Ergebnisse mehr beobachten. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass man bei einem Blutspiegel ab fünf Nanogramm THC im Blut von einer Beeinträchtigung entsprechend etwa 0,05 bis 0,08 Prozent Alkohol im Blut ausgehen kann. Nicht zufällig haben mehrere Bundesstaaten in den USA, in denen Cannabis legalisiert wurde, fünf Nanogramm THC im Blut als gesetzlichen Grenzwert einer Beeinträchtigung definiert.

Sechs bis acht Stunden nach dem Cannabiskonsum liegt damit keine signifikante Beeinträchtigung mehr vor?
Nach dem einmaligen Rauchen eines Joints mit mittlerem THC-Gehalt steigt der THC-Gehalt im Blut und damit die psychoaktive Wirkung sehr schnell an. Die Kurve sinkt jedoch relativ rasch wieder und liegt nach sechs bis acht Stunden bei den meisten Versuchspersonen im Bereich von ein bis zwei Nanogramm THC im Blut. Fünf Nanogramm THC im Blut werden in der Regel nach zwei bis drei Stunden durchschritten. Ein Problem entsteht jedoch, wenn THC mit Alkohol konsumiert wird. Cannabis mit Alkohol, selbst in nur geringen Mengen konsumiert, erhöht die Beeinträchtigung deutlich. Hier braucht es ebenso eine gesetzlich objektive Regelung.

Wie ist die Situation bei chronischen Cannabiskonsumenten zu bewerten?
Bei mehreren Joints täglich findet man häufig lange positive Speichelproben. Zudem kann ein niedriger THC-Blutspiegel bis zu mehrere Wochen lang nachgewiesen werden. Damit stellt sich die Frage, ob ein bis zwei Nanogramm THC im Blut eines chronischen Cannabiskonsumenten, sprich mehrere Tage nach dem letzten Joint, noch ein Indikator für eine Beeinträchtigung sind. Oder wird hier versucht, Cannabiskonsumenten zu isolieren? Das wäre so, als würde man bei einem Spiegeltrinker über längere Zeit Alkoholmarker im Blut dokumentieren und ein minimales Vorhandensein als Argument für eine Beeinträchtigung verwenden. Politisch mag das populär sein, ob es den Betroffenen gegenüber fair ist, ist eine andere Frage.

Was schlagen Sie daher vor?
Grundsätzlich gilt: Nach akutem Alkohol- und Cannabiskonsum hat man nichts hinter dem Steuer eines Fahrzeugs zu suchen. Für Cannabis braucht es aber – wie für Alkohol – Grenzwerte, die sich an der medizinisch-pharmakologischen Evidenz orientieren. Hier sollte ein Wert von vier bis fünf Nanogramm THC im Blut als Grenzwert für eine Beeinträchtigung im Straßenverkehr festgelegt werden. Alles andere kommt einer Mischung aus Willkür und versteckter Drogenpolitik sehr nahe – und beides hat im Straßenverkehr nichts verloren. Es sollte vielmehr um Schadensminimierung gehen. Und Information und Aufklärung waren immer noch das effizienteste Mittel für eine erfolgreiche Schadensminimierung.

In Österreich scheut sich der Gesetzgeber vor der Bestimmung eines Grenzwerts, es gilt null Toleranz.
Es gibt unterschiedliche politische Vorgehensweisen, inwieweit Blutwerte als objektiver Parameter für eine Beeinträchtigung herangezogen werden. Manche Länder halten es mit medizinisch-pharmakologischer Evidenz – so wie einige US-Bundesstaaten –, andere Länder halten es weiterhin mit dem Abstinenzprinzip und nehmen ein Nanogramm THC im Blut oder verzichten überhaupt auf eine Festlegung. Sobald dann Spuren von THC im Blut nachweisbar sind, gilt das Verschuldensprinzip: Wenn es nicht die Wirkung war, dann wird man allein durch den Konsum einer illegalen Droge straffällig. Aber wie fair ist eine solche Vorgehensweise?

Oft werden epidemiologische Studien als Argument für die Null-Toleranz-Haltung herangezogen.
Richtig, sogenannte Verursacherstudien, bei denen nach Verkehrsunfällen ein Cannabisnachweis im Blut bei einem der Unfallbeteiligten als Argument für eine Kausalität herangezogen wird. Das halte ich für unseriös.

Welche Aspekte neben dem Fehlen eines Grenzwerts halten Sie noch für problematisch?
Wenn ein Kfz-Lenker auffällig ist, muss er einem Amtsarzt zur Begutachtung vorgeführt werden. Stellt dieser eine Beeinträchtigung durch Drogen fest, muss eine Blutprobe abgenommen werden, die zur Analyse eingesendet wird. Die Analysendauer beträgt etliche Wochen. In der Zwischenzeit wird der Führerschein abgenommen. Bei einem positiven Ergebnis (es gibt keine Grenzwerte!) erfolgt die Abnahme für sechs Monate sowie Kosten für die Nachschulung. Ist das Ergebnis negativ, muss die Behörde die Analysenkosten tragen. Aus diesem Grund wurde von der Polizei ein Vortestgerät gefordert. Seit dem Frühjahr gibt es in Teilen Österreichs eine Vortestung mit einem Speicheltestsystem. Fakt ist aber, dass dieses System bisher von der Polizei nicht im Realbetrieb evaluiert wurde, sondern nur versuchsweise eingesetzt wird. Die dabei verwendeten Entscheidungsgrenzen sind nicht bekannt, ebenso wenig, welche Drogen überhaupt und in welchem Ausmaß erfasst werden. Diese Vortests beeinflussen aber wiederum, wie befangen oder unbefangen ein Amtsarzt bei seiner Begutachtung agiert. Das ist in einem Rechtsstaat nicht akzeptabel, hier herrscht rascher Handlungsbedarf. Österreich braucht eine klare gesetzliche Regelung nach objektiven, messbaren Kriterien.

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Lesch: „Cannabis ist gesetzlich mit Tabak, Alkohol und Beruhigungsmittel gleichzustellen“ https://www.floweryfield.com/lesch-cannabis-ist-gesetzlich-mit-tabak-alkohol-und-beruhigungsmittel-gleichzustellen-2/ Wed, 08 Jun 2022 04:06:15 +0000 https://www.floweryfield.com/lesch-cannabis-ist-gesetzlich-mit-tabak-alkohol-und-beruhigungsmittel-gleichzustellen-2/

Der Suchtgiftexperte Univ.-Prof. Dr. Otto Lesch spricht sich seit langem für eine sachliche Debatte, ein breiteres Angebot an Cannabismedizin und eine begleitende klinische Forschung aus. Wir haben mit dem Facharzt an der Medizinischen Universität für Psychiatrie und Psychotherapie und Board Member der International Academy of Law and Mental Health, über folgende Themen gesprochen:

⦁ die klinische Datenlage zur Wirksamkeit von Cannabis,
⦁ häufige Mythen wie „Cannabis löst Schizophrenie aus“ und
⦁ die Folgen einer gescheiterten Verbotspolitik.


Herr Prof. Lesch, Sie konnten in Ihren Studien die These widerlegen, dass die Blüten der Pflanze Cannabis sativa eine Einstiegsdroge für härtere Drogen sind. Warum hält sich dieses Vorurteil dennoch so hartnäckig?
Wir haben seit 2002 in mehreren Wellen 8.000 Jugendliche um das 18. Lebensjahr mittels Fragebogen und Drogentest untersucht und die Faktoren in Topjournals publiziert, die mit einer Suchtmitteleinnahme korrelieren und wie diese Suchtmittel interagieren. Der primäre Grund für einen Einstieg in den Gebrauch psychoaktiver Substanzen sind psychische Faktoren wie etwa ein zyklothymes oder irritables Temperament oder das Vorhandensein einer ADHS. Wenn es so etwas wie eine Einstiegsdroge gibt, dann ist es Nikotin. Nikotin führt wie Alkohol zu einer raschen Abhängigkeit. Cannabis mit geringem THC-Wert ist diesbezüglich weniger rasch Abhängigkeit erzeugend. Das wahre Problem liegt woanders: Wir haben 18.000 direkte Tabaktote und 8.000 direkte Alkoholtote jährlich, aber keinen einzigen Cannabistoten. Die Tabak- und Alkohollobby definiert hier lautstark einen Außenfeind, um von der eigenen Schädlichkeit abzulenken. Sie bedient sich dabei sog. Experten, die noch nie oder sehr selten zu diesem Thema wissenschaftlich publiziert haben, aber Suchtkranke aus der täglichen Arbeit kennen und alles aus einem sehr voreingenommenen Blickwinkel sehen.

Wird der Begriff Cannabissucht missbraucht?
Ja – sowohl von der Tabak- und Alkohollobby als auch von Personen, die am Cannabisverkauf verdienen. Umso ausgeprägter das „zwielichtige“ Image der Hanfpflanze ist, umso ausgeprägter ist das Interesse bei Jugendlichen an einem Cannabiskonsum. Je klarer man den Standpunkt vertritt, dass Hanf eine fasrige, schnell wachsende, überall vorkommende Pflanze ist, die man medizinisch als Salbe und Medikament verwenden kann, desto uninteressanter wird sie für den Massenkonsum von Jugendlichen. Das wurde von der Politik in Österreich aber bisher leider nicht verstanden.

Ihr Kollege, der Suchtmediziner Kurosch Yazdi, behauptet, es gebe eine Zunahme an Cannabis-assoziierter Schizophrenie. Wie bewerten Sie diese Aussagen?
Schizophrenie, eine primäre Denkstörung, die im Jugendalter auftritt, zeigt epidemiologisch auf der ganzen Welt sehr ähnliche Häufigkeiten (0,6 bis 1,0 Prozent), gleichgültig ob in diesen Gegenden Cannabis geraucht wird oder nicht. Die multifaktoriellen Ursachen sind sowohl genetisch als auch toxisch (Infektionen oder Vergiftungen etwa durch Tabak in der Schwangerschaft). Cannabis hat in der Ursache von Schizophrenie keinen besonderen Stellenwert. Schizophrene Jugendliche unternehmen vor allem bei Konzentrationsstörungen und dem Eindruck der Gefühllosigkeit einen Therapieversuch mit Cannabis, und bei manchen hilft das auch, aber dieser Bereich muss noch viel besser beforscht werden. Es deuten viele Studien darauf hin, dass Cannabidiol-(CBD-)haltige Cannabisprodukte einen protektiven Effekt haben können, während eine Psychosegefahr eher von Produkten mit sehr hohem THC-Gehalt ausgeht. Ein Grund mehr, kontrollierte Cannabispflanzen mit klaren Inhaltsstoffen zu bevorzugen, statt illegalen Cannabisgebrauch mit unbekannten, teils toxischen Konzentrationen zu fördern. Eine Verbotspolitik wirkt immer tabuisierend und verhindert damit Aufklärung und Prävention.

Wie würden Sie die Studienlage zu Cannabis skizzieren?
Für die Polyneuropathie als auch die Begleitung bei Chemotherapie liegen bereits heute genug klinische Daten vor, die eine positive Wirkung zeigen. Alle anderen Indikationen haben Phase-2-Studien, aber keine prospektiven Phase-3- und -4-Studien absolviert. Allerdings haben alle Experten aus den verschiedenen Bereichen positive Beispiele aus ihrer Praxis berichtet. Vor allem für Schwerstkranke wollte keiner der Experten auf Cannabis auch in Blütenform verzichten, da die rasch einsetzende schmerzstillende und entspannende Wirkung bislang in der Intensität von keinem anderen Produkt erreicht wurde. Die klinische Forschung ist dazu bereits im Gange.

Was erschwert klinische Studien zur Wirksamkeit der Arzneidroge Herba Cannabis?
Die Dosis ist oft nicht stabil, die Zusammensetzung der einzelnen Cannabinoide ist oft sehr unterschiedlich. Wir mischen derzeit vier verschiedene Cannabinoide in unterschiedlichen Mengen und machen damit Phase-1-Studien. Wenn sich Cannabinoide in der Praxis durchsetzen, wären sie wahrscheinlich deutlich kostengünstiger als jetzt verwendete Medikamente. Das ist auch ein Grund dafür, dass die Pharmaindustrie hier nicht sehr aktiv ist. Eine Hochpreispolitik mit entsprechenden Renditen lässt sich bei Cannabis nicht erzielen.

Wo haben Cannabinoide aus Ihrer ärztlichen Erfahrung eine Berechtigung in der Therapie?
Aus meiner psychiatrischen Sicht haben sie in der Epilepsie, bei Spasmen, neurologischenr Erkrankungen und in der Sterbebegleitung ihren Platz. Wie weit sie auch angstlösend und antidepressiv wirken, muss noch in Studien gezeigt werden. Für manche Prozesspsychosen mit dem Zentralsymptom Filterstörung – sprich, alle sensorischen Eindrücke sind gleich, und der Patient kann sich nicht auf einen Eindruck konzentrieren – verwende ich bereits Dronabinol mit gutem Erfolg.
Dänemark testet ein Programm für Cannabismedizin, in Deutschland plant der Arzt und Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Cannabis Liberalisierung für 2023. Der Sucht- und Drogenkoordinator der Stadt Wien, Ewald Lochner sieht ebenfalls Handlungsbedarf. Österreichs Politik bleibt untätig.

Diese Untätigkeit sieht man an vielen Präventionsprogrammen. Man hat den Eindruck, dass die Politik der Tabak- und Alkoholindustrie verbunden ist und dabei auf den Außenfeind Cannabis setzt. Die Pharmalobby spielt sicher auch eine Rolle. Israel hat in den letzten Jahrzehnten erfolgreich gezeigt, wie man mit Cannabis in der Medizin verfahren sollte. Diesen Zugang würde ich auch der Bundesregierung empfehlen: Cannabis ist gesetzlich so zu behandeln wie Tabak, Alkohol und Beruhigungsmittel. Cannabis sativa ist kein Genussmittel, sondern enthält pharmakologisch wirksame Substanzen, die in die Hand eines Fachmannes, sprich Arzt oder Apotheker, gehören.

Ist die jetzige Cannabispolitik gescheitert?
Ja. Wir sollten Cannabis in der Medizin verwenden und dessen Einsatzgebiete fördern. Dafür braucht es ein breites Angebot und eine Liberalisierung. Wir brauchen Cannabismedikamente für Menschen mit Spasmen, für schwere Polyneuropathien und für die harte Haut alter Männer, dann würde nämlich kein Jugendlicher mehr auf die Idee kommen, Cannabis als etwas Besonderes zu sehen.

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Corona-Info – November 2021 https://www.floweryfield.com/corona-info/ https://www.floweryfield.com/corona-info/#respond Tue, 30 Mar 2021 14:41:39 +0000 https://www.floweryfield.com/?p=21731 Liebe Kunden,

Von 13.12.2021 bis 17.12.2021 hat ausschließlich die Filiale in Linz von Montag bis Freitag zwischen 12 und 16 Uhr geöffnet. ALLE ANDEREN FILIALEN HABEN WIEDER REGULÄR GEÖFFNET.

Ab Samstag den 18.12.2021 hat unsere Filiale in Linz wieder regulär geöffnet

Wir bitten alle Kunden die Auflagen zur Corona-Bekämpfung zu beachten.

Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung:

Um unsere Kunden und Angestellten vor Ansteckung zu schützen bitten wir unsere Kunden um Mithilfe.
Bitte tragt in unseren Filialen eine FFP2 Maske und beachtet die Sicherheitsabstände.
Das Betreten unserer Filialen mit Corona-Symptomen und aktiver Erkrankung ist strengstens untersagt! Bitte setzt unsere Mitarbeiter keinem unnötigen Risiko aus!
Um Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten, haltet bei Abholung eure Bestellnummer bereit.
Wir bitten darum, Vorbestellungen voranging telefonisch oder per Email zu tätigen und nur zur Abholung persönlich vorbei zu kommen.

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Informationen zu Bestehenden Bestellungen bekommt ihr auch telefonisch (während der üblichen Öffnungszeiten) oder per email in unseren Filialen bzw per Email an office@floweryfield.com
Um persönlichen Kontakt zu minimieren, bieten wir auch den Versand per Post an.
Anzahlungen für alle Bestellungen, die auf Grund der Corona-Maßnahmen nicht abgeholt werden konnten bleiben selbstverständlich erhalten und verfallen nicht!
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Wir danken für eure Mithilfe und euer Verständnis! Bleibt gesund!
Euer Flowery-Field-Team
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Neue Sorten – Herbst 2020 https://www.floweryfield.com/neue-sorten-herbst-2020/ https://www.floweryfield.com/neue-sorten-herbst-2020/#respond Fri, 15 May 2020 12:10:27 +0000 https://www.floweryfield.com/?p=21802 [fusion_builder_container hundred_percent=”no” equal_height_columns=”no” menu_anchor=”” hide_on_mobile=”small-visibility,medium-visibility,large-visibility” class=”” id=”” background_color=”” background_image=”” background_position=”center center” background_repeat=”no-repeat” fade=”no” background_parallax=”none” parallax_speed=”0.3″ video_mp4=”” video_webm=”” video_ogv=”” video_url=”” video_aspect_ratio=”16:9″ video_loop=”yes” video_mute=”yes” overlay_color=”” video_preview_image=”” border_size=”” border_color=”” border_style=”solid” padding_top=”” padding_bottom=”” padding_left=”” padding_right=””][fusion_builder_row][fusion_builder_column type=”1_1″ layout=”1_1″ background_position=”left top” background_color=”” border_size=”” border_color=”” border_style=”solid” border_position=”all” spacing=”yes” background_image=”” background_repeat=”no-repeat” padding_top=”” padding_right=”” padding_bottom=”” padding_left=”” margin_top=”0px” margin_bottom=”0px” class=”” id=”” animation_type=”” animation_speed=”0.3″ animation_direction=”left” hide_on_mobile=”small-visibility,medium-visibility,large-visibility” center_content=”no” last=”no” min_height=”” hover_type=”none” link=””][fusion_text]

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Ab August erweitern wir unser Sortiment um die folgenden Sorten:

Amnesia Cracker von Cracker Seeds
(Amnesia x NL5xHaze) (mostly sativa)

Franco’s Lemon Cheese von Green House Seeds
(Exodus Cheese x Super Lemon Haze) (60% Sativa/40% Indica)
Franco’s letzte beiden Selektionen, vereint zu einer Sorte würdig der Erinnerung an einen der bekanntesten Grower.

French Macaron von TH Seeds
(Gelato X French Cookies) (mostly Indica)
‘Best Indica’ bei der 2017 Expo Grow in Irún.

Gorilla Zkittlez von Barney’s Farm
(Gorilla Glue #4 x Zkittlez) (mostly Indica)

Island Punch von Caliconnection
(Gorilla Glue #4 x Purple Punch Reversed) (45% Sativa / 55% Indica)

Kimbo Kush von Exotic Genetics
(Blackberry Kush x Starfighter)

Ethos Lemon OG Haze von Ethos Genetics
(Ethos OG X Super Lemon Haze)(mostly sativa)

Ethos Cookies von Ethos Genetics
(Mandarin Cookies X Colin OG)(hybrid)

Gorilla Glue
(Sour Dubb x Chem Sis)(mostly sativa)

Hulk Angry aka Bruce Banner
(OG Kush X Strawberry Diesel)(mostly sativa)

Chem OG von Ethos Rbx
(Chemdog X OG Kush)(hybrid)

Hitman OG von DNA Genetics
(OG Kush X Unknown)(mostly indica)

Gelato Sorbet von DNA Genetics
(Gelato X Sorbet)(70% indica, 30% sativa)

Strawberry Lemonade von Barneys
(Strawberry X Lemon OG)(40% indica, 60% sativa)

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Unsere neuen Sorten könnt ihr ab dem Herbst wie üblich vorbestellen oder, wenn lagernd, gleich mitnehmen.

Bis dahin  haben wir natürlich weiterhin unser vielfältiges Sortiment in gewohnter Flowery Field Qualität für euch.

Euer Team von Flowery Field

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